Konzepte und Vorbereitungsmaßnahmen für innovative Verarbeiter-Erzeuger-Kooperationen und Vernetzungsarbeit
Bewerbungsschluss Mittwoch, 25.02.2026
bio-offensive: Förderung von Kooperationsprojekten in der Bio-Wertschöpfungskette
Die bio-offensive unterstützt den Aufbau und die Weiterentwicklung landwirtschaftsnaher Kooperationen in der Bio-Wertschöpfungskette. Haben Sie eine innovative Projektidee oder bereits potenzielle Kooperationspartner? Befinden Sie sich in der ersten Planungsphase und möchten Ihr Vorhaben gezielt vorantreiben? Oder wollen Sie neue Kooperationsbereiche erschließen? Dann nutzen Sie jetzt die Möglichkeit und bewerben Sie sich für die Förderperiode 2026!
Stärkung der Bio-Wertschöpfungskette für nachhaltiges Wachstum
Nach dem starken Wachstum während der Corona-Pandemie hat sich die Bio-Nachfrage zwar etwas stabilisiert und der Markt für Bio-Produkte bleibt widerstandsfähiger als der für konventionelle Lebensmittel. Bio und Regionalität sind weiterhin zentrale Trends. Um langfristig hochwertige, umweltverträgliche Bio-Lebensmittel zu produzieren, braucht es belastbare und transparente Wertschöpfungsketten. Besonders erfolgversprechend sind Kooperationen zwischen Verarbeitungsbetrieben, dem Handel und der Landwirtschaft.
Projektideen zur Beschaffung von Rohstoffen für die Verarbeitung stehen im Fokus der Förderung, da Bio-Sourcing essenziell für die Stabilität der Branche ist. Hersteller:innen und Händler:innen, die im deutschen oder regionalen Bio-Markt wachsen möchten, sollten ihre Rohstoffversorgung langfristig absichern. Der Ausbau der heimischen Rohstoffbasis und deren Verarbeitung bietet dafür große Chancen. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 7.432 Hektar auf Bio umgestellt, und die Deutschen kauften Bio-Lebensmittel und ‑Getränke im Wert von 17 Milliarden Euro (BÖLW-Branchenreport 2025).
Um das Ziel eines 30%igen Bio-Anteils zu erreichen, müssen jetzt entschlossene Maßnahmen ergriffen werden – die verbleibenden vier Jahre bis 2030 sind kurz, und die Umsetzung des Green Deals verläuft bislang zu schleppend. Es braucht eine gezielte Mobilisierung der gesamten Branche: Strategische Liefervereinbarungen, langfristige Partnerschaften und entschlossenes Handeln sind unerlässlich, um die notwendigen Umstellungen erfolgreich umzusetzen. Die Zusammenarbeit entlang der Bio-Wertschöpfungskette ist dabei kein optionaler Faktor, sondern eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg – insbesondere in Kooperation mit Erzeugergemeinschaften und anderen landwirtschaftsnahen Lieferstrukturen. Nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln kann das ambitionierte Ziel realisiert werden! Die Aufgaben reichen von der Schaffung und Erweiterung regionaler Lager- und Verarbeitungsstrukturen über die Entwicklung innovativer Sortimente bis hin zur Verbesserung der Markttransparenz. Besonders gefragt sind innovative Ansätze in der tierischen Veredelung, im Anbau neuer Proteinquellen sowie im Obst- und Gemüsebau, denn Kooperation und Innovation sind in der Bio-Branche auf vielen Ebenen entscheidend!
Unterstützung für vier Kooperationsprojekte in 2026
Die bio-offensive fördert die Konzeption, Vorbereitung und den Start von vier kooperativen Marktentwicklungsprojekten mit jeweils 4.500€ netto pro Projekt für acht Monate. Diese Mittel können auch zur Verbesserung bestehender Kooperationen verwendet werden. Neben der Konzeptarbeit werden auch Vernetzungstreffen der (potenziellen) Partner:innen und erste Umsetzungsschritte unterstützt. Die Kooperationspartner:innen entwickeln gemeinsam ihre Ziele, den Investitionsbedarf und prüfen die langfristige Tragfähigkeit ihrer Kooperation. Projekte von Landwirt:innen oder ihren Erzeugergemeinschaften sowie von verarbeitenden KMU werden bevorzugt gefördert.
Die Fördermittel werden nur gewährt, wenn der Projektbericht bis zum 15.11.2026 eingereicht wird.
Anforderungen an den Projektantrag und die Durchführung
Antragsteller:innen oder Berater:innen von Kooperationsprojekten werden gebeten, folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Bewerbung: Eine kurze Beschreibung des Kooperationsvorhabens:
- Welche Rohstoffe sollen gemeinsam beschafft, besser vermarktet oder aufbereitet werden?
- Welches Marktsegment oder welche Zielregion soll erreicht werden?
- Was ist innovativ an Ihrem Produktbereich, Ihrer Region oder der Herausstellung heimischer Herkunft? Wo liegen derzeitige Defizite und Blockaden in der Markterschließung?
- Begründung für die Auswahl der Projektbeteiligten und warum eine kooperative Herangehensweise aussichtsreicher ist.
- Arbeitsschritte im Kooperationsvorhaben von Mitte März 2026 bis Mitte November 2026.
- Durchführung des Projektes bis Ende Oktober 2026.
- Projektbericht (Einreichung bis zum 15. November 2026) mit:
- Beschreibung der Arbeit im Kooperationsvorhaben.
- Bewertung des Projekterfolgs und möglicher Folgeschritte.
- Erkenntnisse und Erfahrungen zur Wissensvermittlung an andere Projekte im heimischen Bio-Markt.
- Hinweis auf die Förderung durch die Landwirtschaftliche Rentenbank im Rahmen der „bio-offensive”.
Förderhöhe
Die Förderung beträgt 4.500 € zzgl. 19% MwSt. pro Kooperationsvorhaben.
Was müssen Sie bieten?
- Praktische Erfahrungen in der Beratung von Lebensmittelherstellern mit Bio-Sortimenten oder einen beruflichen Hintergrund in der Lebensmittelverarbeitung
- Sie müssen ein eigenes Projektvorhaben oder einen Beratungskunden mitbringen
Bewerbungsschluss 25.02.2026
Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per E‑Mail an das Büro Lebensmittelkunde und Qualität GmbH. (giulia.vogel@bl‑q.de)
Die Auswahl der Vorhaben erfolgt durch den Projektbeirat der bio-offensive.
Kontakt und Fragen zum bio-offensive Maßnahmenbereich Sourcing:
Projektkoordinatorin Giulia Vogel (Büro Lebensmittelkunde und Qualität GmbH)
E‑Mail: giulia.vogel@bl‑q.de
Untere Badersgasse 8
97769 Bad Brückenau
Tel: 01520 – 99 87 400
Internet: www.bio-offensive.de
Eine Übersicht der bislang geförderten Kooperationsprojekte finden Sie hier.
